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Einführung in Theologie // Allgemeines

Theologie ist - noch radikaler als sogar die Philosophie - die Disziplin, die letzte Fragen stellen kann. Gerade, weil sie im Lauf ihrer Geschichte und besonders in der Neuzeit sich immer wieder dem Vorwurf der Unwissenschaftlichkeit ausgesetzt sah, hat die moderne Theologie mehr als viele andere Wissenschaften ihre eigenen Voraussetzungen hinterfragt und reflektiert. Sie ist heute in der Lage, dem Ideologievorwurf überzeugend zu begegnen und ihre Wissenschaftlichkeit darzulegen. Dabei ist der jeweilige Wissenschaftsbegriff von zentraler Bedeutung: Versteht man „Wissenschaftlichkeit“ als absolute Objektivität - im Sinne eines allerdings naiven naturwissenschaftlichen Verständnisses - dann wäre Theologie in der Tat keine wirkliche Wissenschaft. Hinterfragt man jedoch den Objektivitätsanspruch der Naturwissenschaften, so zeigt sich, dass jede objektive Aussage subjektive Voraussetzung macht - auch und gerade auch in den sogenannten „exakten“ Naturwissenschaften (was deren große Vertreter immer gewusst hatten) - dann zeichnet sich „Wissenschaftlichkeit“ nicht durch Voraussetzungslosigkeit aus, sondern vielmehr durch Reflexion und Offenlegung der Voraussetzungen.
Die Beschäftigung mit Theologie eröffnet also den Blick auf die ganze Wirklichkeit und zeigt die Möglichkeiten und Grenzen menschlichen Denken, Redens und Tuns auf. In all ihrem Bemühen ist Theologie - soll sie nicht inhaltsleer bleiben - auf den Dialog mit anderen Wissenschaften verwiesen.

Im Zusammenhang meiner Theologievorlesung sei darauf hingewiesen, dass Studierende der Sozialen Arbeit später sehr häufig bei kirchlichen Trägern beschäftigt werden. Für sie ist es von erheblichem Nutzen, die dort gültigen Legitimationszusammenhänge aus eigener Kompetenz erkennen und beurteilen zu können.

 

 

 

 

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